Wow – ich bin überwältigt von dem was ich gerade erfahre, denn es ist das absolute Gegenteil von dem was ich bei der Popelkacke gesehen und miterleben musste. Wo fange ich nur an? Von welchem der vielen, neuen Eindrücke soll ich als erstes erzählen?
Vielleicht beginne ich mit der „schrecklichen Entdeckung“ eines nicht vorhandenen Aktenvernichters in meinem neuen Büro. Kaum zu glauben, dass es noch Menschen gibt, die nicht mehr notwendige Dokumente, Papiere, Zeichnungen, etc. NICHT durch den Reißwolf jagen, sondern schlicht und einfach in den dafür bereitstehenden Papierkorb unter dem Schreibtisch werfen. Kurzzeitig hegte ich noch den Verdacht, dass nach Büroschluss ein armes kleines Männchen kommt und die Inhalte der Papierkörbe gegen ein geringes Entgelt in Streifen und Schnipsel reißt. Aber dem ist nicht so … die Papierkörbe füllen sich im Laufe der Woche und werden in regelmäßigen Abständen von der rabiaten, russischen Reinigungsfrau geleert. Der Inhalt wandert in kompletten Stücken in das Altpapier. Bis vor kurzem war das noch unvorstellbar … bei des „Wahnsinns fetter Beute“ gab es so was nicht. Aber die Papiere hier im neuen Job enthalten natürlich auch nicht so geheime und gewinnbringende Informationen wie wir sie für die Schöpfung von Popelkacke erstellt haben! „… ja, nee, is klar…“
Noch eine erfreulichen Nachricht: Es gibt keinen fest eingeteilten Spüldienst mehr … JIPPIE! Das Geschirr (welches sich lediglich auf eine Tasse, eventuell noch etwas Besteck und einen Teller täglich pro Person beschränkt und NICHT auf FÜNF noch halbvolle Kaffeetassen pro Chefnase plus diverse verklebte Untertassen, Teller, etc.) wird auf der Ablage neben der Spüle gestapelt. Wenn keine Tassen mehr da sind, spült man alles oder wenigstens so viel, dass alle wieder im Besitz einer sauberen Kaffeetasse sind. Wenn man es geschickt anstellt, reicht das Geschirr bis zu dem Tag an dem die oben schon erwähnte Reinigungsfrau kommt und alles spült. Ach ja – und abtrocknen ist schon mal gar nicht, denn trocken wird das Geschirr auch irgendwann von allein.
An dieser Stelle ist vielleicht auch zu erwähnen, dass es sich bei dem Geschirr einfach nur um ein großes Sammelsurium diverser Tassen, Teller, etc. in allen Farben und Formen handelt. SCHÖN! Das tut so gut! Keine vollkommen überteuerten Designer-Tassen oder ähnliches. Ich brauche also auch keine Angst mehr haben, Fingerabdrücke auf der glänzenden Edelstahl-Zuckerdose eines namhaften Herstellers zu hinterlassen und mir dafür eine Rüge des Burgfräuleins einzuhandeln.
Mit den Büromöbeln gestaltet es sich ganz ähnlich. Hier wurde nichts maßgeschreinert! Vielmehr wurden zweckmäßige Möbel zu ansprechenden Arbeitsplätzen arrangiert. Es versammelt sich altes und neues, schickes und weniger schickes Mobiliar zu einem gemütlichen, inspirierenden Wirkungsbereich mit Charme.
Schön auch meine Erfahrung bezüglich der Einrichtung meines PCs. Zwar bekomme ich keinen neuen Computer im schicken Design wie es beim Ex der Fall war. Dafür setzte sich aber ein Kollege, zuständig für PC & Co., zu mir und fragte: „So, ich richte dir deinen PC ein. Was benötigst du denn an Software?“ Ich gab eine Wunschliste ab und schwupps stand der PC wie gewünscht vor mir. Tja … beim Ex haben wir ca. ein halbes Jahr zu dritt hart dafür gekämpft, um ein Zeichenprogramm zu bekommen, damit wir für Zeichnungen und Grafiken endlich nicht mehr auf „Paint“ und „Word“ zurückgreifen mussten.
Etwas Gutes hatte die Zeit bei der Firma Popelkacke ja aber doch (abgesehen von „meinen Jungs“): Ich habe das Bezirzen, Schlawenzeln, Augenklimpern, etc. am und durch das Telefon bis ins höchste Maß und zur absoluten Vollkommenheit erlernen können. Das kommt mir in meinem neuen Job durchaus zu gute und ich hab es direkt beim netten Herrn von der Denkmalpflege ausgenutzt.
Genug von alle dem … vorerst jedenfalls.
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